25 Regeln für eine gesunde Ernährung

Bio, Blog, Erkenntnis, Gesundheit, Natur, Ökosystem -

25 Regeln für eine gesunde Ernährung

gesundeernährung-gesundheit-zahngold-druidenkueche-natur-heilung
Foto: © istockphoto.com/fcafotodigital

Auch unspektakulär klingende Regeln haben fantastische Auswirkungen auf die Gesundheit

Viele Regeln einer gesunden Ernährung klingen vollkommen unspektakulär, man traut ihnen vielleicht nicht viel zu und probiert sie daher auch nicht aus. Das ist schade, denn oft haben gerade diese Regeln – die meist auch noch völlig kostenlos sind – eine fantastische Auswirkung auf die Gesundheit.

Nehmen wir als Beispiel die Gesunde-Ernährung-Regel Nummer 3: Sorgfältig kauen. Diese Massnahme ist so wirkungsvoll und wirkt so heilend, entschlackend und darmregenerierend, dass der Kurarzt Franz-Xaver Mayr (1875 – 1965) seine bis heute berühmte F.-X.-Mayr-Kur entwickelte, bei der es insbesondere darum geht, das gründliche Kauen zu erlernen.

Denn je langsamer du isst und je sorgfältiger du jeden Bissen kaust,

  • umso besser kann die Nahrung verdaut werden und umso besser wirst du mit Nähr- und Vitalstoffen versorgt
  • umso unwahrscheinlicher sind unerwünschte Gär- oder Fäulnisprozesse im Darm und umso seltener sind Blähungen und andere Verdauungsprobleme
  • umso gesünder ist die Darmschleimhaut und umso seltener sind chronische Krankheiten, die fast alle mit einer Störung der Darmschleimhaut und Darmflora einhergehen, wie hier erklärt wird: Leaky Gut Syndrom
  • umso gesünder ist die Darmflora – und schon allein eine gesunde Darmflora ist ein wichtiger Schlüssel zur Gesundheit, wie du hier nachlesen kannst: Aufbau der Darmflora

Du siehst also, wie ungemein positiv diese eine kleine Regel einer gesunden Ernährung deine Gesamtgesundheit beeinflussen kann. Ganz ähnlich verhält es sich mit all den anderen Regeln. Probieren es aus!

 

Die Regeln einer gesunden Ernährung

Gewöhnen dich an die gesunde Ernährung und setze eine Regel nach der anderen um. Stelle deine Ernährung also am besten nicht plötzlich um und wirf deine bisherigen Ernährungsgewohnheiten auch nicht plötzlich vollständig über den Haufen. Dein Organismus benötigt Zeit für die Umgewöhnung. Gehe also Schritt für Schritt vor! Umso erfolgreicher wirst du sein! Viel Spass wünschen wir dir dabei!

1. Iss nur, wenn du wirklich hungrig bist

Bei einer gesunden Ernährung kommt es nicht nur darauf an, was man isst, sondern auch wie und wann man isst. Iss in jedem Fall immer nur, wenn du auch wirklich hungrig bist. Und höre mit dem Essen auf, wenn du satt bist– iss also nicht einfach weiter, nur weil es so lecker schmeckt. Überessen solltest du unbedingt vermeiden. Bereite am besten von vornherein nur eine kleinere Portion zu.

Fehlt bei einer akuten Krankheit (z. B. Erkältung, Grippe, Magen-Darm-Infekt o. ä.) der Appetit, dann faste, bis du wieder Appetit hast. Du wirst nicht verhungern. Im Gegenteil! Dein Körper benötigt seine Energie, um wieder gesund zu werden und kann sich nicht auch noch um die Verdauung kümmern. Höre auf deinen Körper, wenn er mit dir spricht!

2. Nehme dir Zeit zum Essen!

Iss grundsätzlich langsam! Solltest du in Eile sein und gleichzeitig riesigen Hunger haben, dann iss nur ein paar Bissen, nie eine Hauptmahlzeit. Erst wenn alle Termine erledigt sind, iss in aller Ruhe.

Diese Regel gilt nicht nur für eine gesunde Ernährung aus gesunden Lebensmitteln. Selbst wenn du unterwegs sein solltest und nichts Gesundes auftreiben konntest, iss langsam und ohne Stress!

3. Kaue deine gesunde Ernährung gründlich!

Kaue  jeden Bissen sorgfältig – im Idealfall 30 bis 40-mal – bevor du runterschluckst. Die Vorteile haben wir oben in der Einleitung genannt. Wenn du es richtig machst, hast du noch mindestens den Teller halb voll, wenn alle anderen längst fertig gegessen haben.

4. Meide Desserts!

Süssigkeiten nach dem Essen behindern die Verdauung (oft gilt dies auch für gesunde Süssigkeiten, wie z. B. Fruchtriegel, vegane Mousse au Chocolat o. ä.).

Herkömmliche Süssigkeiten sind natürlich auch schon allein für sich gesehen ungesund, zumal sie meist aus Zucker, isolierten Kohlenhydraten und/oder Milchprodukten bestehen.

Gewöhne dir an, mit dem Dessert mindestens eine halbe Stunde nach der Mahlzeit zu warten. Der Vorteil: Meist verlässt einen in dieser Zeit die Lust auf Süsses. Wenn du dann doch noch dein Dessert essen möchtest, behindert es wenigstens nicht mehr so stark die Verdauung der Hauptmahlzeit. Auch hat jetzt verstärkt das Sättigungsgefühl eingesetzt und du isst nicht mehr so viel vom Dessert, wie das vielleicht noch direkt nach dem Essen der Fall gewesen wäre.

5. Frühstücken – ja oder nein?

Zwingen dich morgens nicht zum Frühstück (siehe Regel 1: Immer nur essen, wenn man hungrig ist). Wenn du weißt, dass du zwar nicht um 7 Uhr Hunger hast, aber dann um 9 Uhr oder später, wenn du also bereits unterwegs bist, dann bereitest du zu Hause in aller Ruhe einen gesunden Snack zu, den du dann um 9 Uhr oder wann immer der Hunger kommt, frühstücken kannst. Auf diese Weise vermeidest du ungesunde Snacks in der Kantine oder beim Bäcker.

6. Iss abends spätestens um 18 Uhr

Wenn du später als 18 Uhr zu Abend isst, belastet das Essen über Nacht dein Verdauungssystem. Auch ist die Verdauungskraft am späten Abend oder gar in der Nacht meist gering. Das Essen bleibt lange im Magen und Darm liegen und verschlechtert die Schlafqualität.

7. Mehrere kleine Mahlzeiten oder wenige grosse?

Ob du lieber mehrere kleine Mahlzeiten oder besser nur zwei bis drei grosse Mahlzeiten zu dir nehmen möchtest, hängt von dir, deinen Vorlieben und möglichen Beschwerden ab. Wer Probleme mit dem Blutzuckerspiegel hat, bleibt bei mehreren kleinen Mahlzeiten pro Tag. Gesunde Menschen aber könnten auch einmal das Intermittierende Fasten testen. Dabei isst man zwei grosse Mahlzeiten am Tag – und fühlt sich schon bald fantastisch. Probiere diesen Essrhythmus doch einmal aus: Der gesunde Essrhythmus. Grundsätzlich jedoch hat das Essen von mehreren kleinen Mahlzeiten pro Tag keine gesundheitlichen Vorteile. Auch kann man damit nicht besser abnehmen, wie du hier nachlesen kannst: Mehrere kleine oder wenige grosse Mahlzeiten

Als Getränk wählst du bei einer rundum gesunden Ernährung am allerbesten nur Wasser. Meide alle gezuckerten oder mit Süssstoff gesüssten Getränke, alle Limonaden, Soft- und Energydrinks, Milchgetränke sowie alkoholhaltige Getränke.

Säfte und Smoothies sind keine Getränke, sondern Zwischenmahlzeiten oder Vorspeisen. Obstsäfte und Smoothies solltest du nicht kaufen, sondern besser immer selbst frisch herstellen. Gemüsesäfte können im Bio-Supermarkt in Bio-Qualität gekauft werden. Besser sind aber auch hier frische selbst gepresste Säfte.

In Sachen Wasser wählst du entweder ein gutes Quellwasser aus deiner Region oder dein gefiltertes Leitungswasser. Wir nutzen selbst die Truu. Umkehr Osmose Anlage ( weitere Infos hierzu per Mail: info@druidenkueche.com) zur Trinkwasseraufbereitung und empfehlen diese gerne auch weiter, da sie das Wasser wieder Zellverfügbar und zu einem Transportmittel macht. Es wird  basisch und schmeckt hervorragend leicht – wie frisches Quellwasser.

Viele Übergewichtige nehmen schon allein durch die Umsetzung dieser einen Regel ab – insbesondere dann, wenn sie zuvor zuckerhaltige Getränke konsumiert hatten. Wer sich krank fühlt, erlebt oft schon eine Besserung seines Zustandes, wenn er alle anderen bisherigen Getränke gegen kohlensäurefreies Wasser austauscht.

Tees sollten als Heilmittel oder Nahrungsergänzung betrachtet werden, nicht als Flüssigkeitslieferanten. Tees liefern Antioxidantien, Bitterstoffe und viele weitere heilende Stoffe. Man wählt sie je nach augenblicklicher Situation und augenblicklichem Bedarf.

 

9. Starte deinen Tag mit einem Glas Wasser

Wenn du kalte Getränke am Morgen nicht magst, dann trinke das Wasser leicht erwärmt oder schlückchenweise auch heiss. Wenn du Geschmack benötigst, dann gebe etwas frisch gepressten Zitronensaft dazu. Warte  mindestens zehn Minuten, bevor du frühstückst. Das Wasser kurbelt die Verdauung an und hilft die nächtlich angehäuften Schlacken schnell auszuleiten.

10. Vollwert statt Nullwert zeichnet gesunde Ernährung aus

Wähle vollwertige Lebensmittel! Also Vollkornbrot statt Weissbrot, Vollkornpasta statt herkömmlicher Pasta, braunen Reis statt weissen Reis usw. Vollkornlebensmittel liefern mehr Vitamine, mehr Mineralien, mehr Spurenelemente sowie gleichzeitig mehr Ballaststoffe, die sich sehr positiv auf die Darmgesundheit und damit wiederum auf die Allgemeingesundheit auswirken.

11. Weizen und Weizenprodukte meiden

Greife besser auf Teig- und Backwaren aus Dinkel, Roggen, Hafer, Gerste oder auch aus den Urgetreiden Einkorn und Emmer zurück. Viele Menschen reagieren auf Weizen mit Beschwerden, bringen diese aber selten mit dem Weizen in Verbindung. Lässt man den Weizen weg, geht es häufig mit der Gesundheit aufwärts:

12. Mach den Gluten-Test

Ähnlich verhält es sich mit dem Gluten, einem Protein in vielen Getreidearten (Weizen, Dinkel, Roggen, Hafer, Gerste, Kamut, Einkorn, Emmer). Viele Menschen reagieren nicht nur auf Weizen, sondern generell auf Gluten mit Beschwerden. Werden glutenhaltige Lebensmittel in diesen Fällen gemieden, geht es oft schon besser. Glutenfreie Getreide sind Hirse und Mais. Glutenfreie Pseudogetreide sind Quinoa, Amaranth, Teff, Canihua und Buchweizen.

Mach doch einfach mal den Gluten-Test, probiere es einmal 60 Tage ohne Gluten und warte ab, wie es dir geht. Allerdings werden oft auch schon die Urgetreide – Einkorn, Emmer – viel besser vertragen als die glutenreichen "normalen" Getreide wie Weizen und Dinkel. Hier testet man die persönliche Glutensensitivität und lässt den eigenen Körper entscheiden, was ihm gut tut und was nicht.

13. Zucker in einer gesunden Ernährung? Nein danke!

Zucker und zuckerhaltige Produkte (Süssigkeiten, Fruchtjoghurts, Puddings, Kuchen etc.) gehören selbstverständlich nicht in eine gesunde Ernährung. Sie tragen enorm zu Unwohlsein und zur Entstehung von Krankheiten bei.

Wer den Zuckerentzug schafft, wird merken, wie gut es tut, ohne Zucker zu leben. Man kann sich besser konzentrieren, chronische Beschwerden bessern sich, man verbringt weniger Zeit beim Zahnarzt und wird auch im Sport viel leistungsfähiger.

Dennoch muss niemand auf Süsses verzichten, wie oft geglaubt wird. Es gibt sehr leckere gesunde süsse Mahlzeiten, gesunde Kuchen, auch Schokolade kann man aus gesunden Zutaten selbst herstellen: Schokolade ist eine Versuchung wert

14. Iss jeden Tag gesunde Rohkost

Rohkost ist jene Nahrung, mit der sich die Menschheit über Jahrmillionen hinweg entwickelt hat. Sie liefert unverfälschte Nähr- und Vitalstoffe in der Form, die unser Körper am besten kennt.

Achte daher darauf, jeden Tag wenigstens in einer Mahlzeit eine grosse Portion Rohkost zu essen – entweder zum Frühstück (Obstsalat, Smoothie, Hafer-Früchte-Müsli), als Zwischenmahlzeit (Gemüsesticks, grüner Smoothie) oder zum Mittagessen (Vitalkost, Salate, Sprossen etc.).

Denke daran: Rohkost immer vor der Kochkost essen, also z. B. erst den Salat, dann die Hauptmahlzeit. Mit "Salat" ist nicht nur ein Blattsalat gemeint. Auch geraffelte Kohlrabi, Rote Beten, Rettich, Möhren, Sellerie etc. gehören dazu.

Rohkost am Abend verträgt nicht jeder. Falls du also eher ein schwaches Verdauungssystem hast und/oder Rohkost nicht gewöhnt bist, iss die Rohkost bis etwa 14 Uhr und am Abend besser ein gedünstetes Gemüsegericht. Und vergiss gerade bei der Rohkost Regel Nummer 3 nicht! Kaue bitte gründlich!

15. Grundnahrungsmittel einer gesunden Ernährung ist Gemüse

Das Grundnahrungsmittel in der gesunden Ernährung ist Gemüse. Die Hauptzutat deiner Mahlzeiten ist daher Gemüse. Dazu gibt es Hülsenfrüchte, Vollwertreis, Vollkornpasta, Vollkorn- Couscous, Vollkorn-Bulgur, Polenta, Quinoa, Buchweizen etc. und/oder Tofu/Tempeh (als Burger, Bratling, Bratscheibe etc.). Auch köstlichen Tempeh aus Kichererbsen gibt es inzwischen. Bei Gemüse und Obst möglichst saisonal und regional einkaufen – und stets Bio-Produkten den Vorzug geben.

Gemüse kann roh oder schonend gedünstet zubereitet werden. Scharfes Anbraten oder Zubereitungsmethoden mit viel Fett sollte man meiden.

 

16. Gesunde Ernährung: Am besten die Früchte roh essen

Früchte sollten roh gegessen werden, nicht gekocht. Rohe Früchte haben eine reinigende Wirkung – wenn sie für sich allein und auf leeren Magen gegessen werden. Isst man Früchte gemeinsam mit anderen Lebensmitteln, kann es zu Unwohlsein und Verdauungsbeschwerden kommen. Daran ist jedoch nicht das Obst schuld, sondern die ungünstige Kombination (siehe auch Punkt 24).

Denn Früchte werden schneller als jede andere Lebensmittelgruppe verdaut. Isst man sie gemeinsam mit anderen Lebensmittelgruppen, dann hemmen diese die schnelle Darmpassage der Früchte. Die Früchte liegen somit unnatürlich lange im Verdauungssystem und beginnen dort nun zu gären. Blähungen, Bauchweh und Magenkrämpfe können die Folge sein.

Wer rohes Obst nicht gewöhnt ist, glaubt oft, er könne es durch Kochen verträglicher machen. Häufig verhält es sich jedoch umgekehrt. Gekochtes Obst liegt bei vielen Menschen noch länger im Verdauungssystem und führt dort erst recht zu Blähungen, Sodbrennen und Unwohlsein, frisches rohes Obst jedoch nicht (vorausgesetzt es wird gut gekaut und alleine für sich gegessen!). Es hinterlässt ein Gefühl von Leichtigkeit. Auch gilt frisches rohes Obst als basisch, gekochtes Obst eher als säurebildend.

Einen wirklichen Grund für das Kochen von Früchten gibt es eigentlich nicht, denn es schmeckt roh so lecker, dass man es – im Gegensatz zu manchem Gemüse – durch Kochen nicht schmackhafter machen müsste. Auch muss man es nicht – wie etwa Bohnen– kochen, um bestimmte Gifte darin zu neutralisieren. Lediglich Allergene werden beim Kochen zu einem gewissen Grad vernichtet, doch stören diese Stoffe den Nicht-Allergiker kein bisschen. Und da beim Kochen auch noch die wertvollen Vitalstoffe in den Früchten mengenmässig reduziert werden, führt das Kochen eindeutig zu Qualitätseinbussen, die sich nicht lohnen.

17. Fleisch, Fisch, Eier & Milchprodukte passen selten in eine gesunde Ernährung

Fleisch macht in überschaubaren Mengen (zwei Portionen pro Woche) normalerweise nicht gerade krank. Doch passt Fleisch (und Produkte daraus) nicht in eine gesunde Ernährung. Denn als gesund sollte man eine Ernährung erst dann bezeichnen, wenn sie nicht nur für den Menschen gut ist, sondern auch für den Rest der Welt. Und eine Ernährung mit Fleisch ist weder für die Umwelt gesund noch für die entsprechenden Tiere. Für diese ist die Wahl des Menschen für eine fleischhaltige Ernährung nicht nur ungesund, sondern qualvoll und letztendlich tödlich.

Wer Fleisch oder Fisch essen will, sollte das nicht öfter als zweimal pro Woche tun und das Fleisch direkt ab Bio-Hof kaufen. Auf diese Weise ist man so rücksichtsvoll, falls man das Wort im Zusammenhang mit Fleischkonsum überhaupt verwenden möchte, dem Tier den Schlachthoftransport und -betrieb zu ersparen.

Wurst und andere verarbeitete Fleischprodukte sollten nicht gegessen werden. Meist enthalten diese Produkte zahlreiche Zusätze wie z. B. Nitritpökelsalz und werden mit einem erhöhten Krankheitsrisiko in Verbindung gebracht.

Fisch ist angesichts der Überfischung der Meere und der Belastung mit Schwermetallen und anderen Umweltgiften bzw. der Zustände in den Massentierhaltungen der konventionellen Aquakulturen kaum noch eine Alternative. Wenn du Fisch essen möchtest, berücksichtige gewisse Einkaufskriterien, die du hier findest: Fisch-Einkaufsratgeber

Wenn Eier gegessen werden, dann nur Bio-Eier! Die Unterschiede zwischen Bio und konventionell in der Eierproduktion findest du hier: Unterschiede Eierproduktion. Kaufe überdies Bio-Eier bevorzugt aus dem Bio-Supermarkt aus Bioland-, Naturland- oder Demeterhaltung. Die EU-Bio-Verordnung ("normale" Bio-Eier) hingegen sorgt bei den Hühnern für weniger angenehme Lebensbedingungen.

Hier dürfen z. B. 230 Legehühner auf demselben Platz gehalten werden, wo auf einem Bioland-Hof nur 140 Hühner gehalten werden. Für die Aufzucht von Junghennen gibt es in der "normalen" Bio-Branche keine Regelungen und für den Einsatz von Tierarzneimitteln auch nicht. Ein Bioland-Hof hingegen hält sich hier an strenge Regeln und Vorgaben. Viele Arzneimittel sind hier nur eingeschränkt zulässig oder ganz verboten.

Milchprodukte sind aus unserer Sicht keine Lebensmittel für Erwachsene und führen sehr häufig zu Beschwerden, die nur leider nicht mit den Milchprodukten in Zusammenhang gebracht werden. Dazu zählen häufige Atemwegsinfekte, ständiges Räuspern, Neigung zu Allergien, chronische Kopf- und/oder Verdauungsbeschwerden, chronische Hautprobleme und bei Kindern ständige Mandelentzündungen und Mittelohrentzündungen.

Statt zu Kuhmilch kann man zu Reismilch, Hafermilch, Mandelmilch oder – wenn verträglich – Sojamilch greifen. Weitere Vorschläge findest du hier: Milchersatz statt Milch

 

18. Wenn Snacks, dann gesunde Snacks

Wähle gesunde Snacks– am besten selbstgemacht, z. B. Grünkohlchips, Kartoffelchips, grüne Smoothies, Shakes, Gemüsesticks, Nusskugeln, Studentenfutter, Trockenfrüchte, frische Früchte, Vollkorncracker mit leckeren Dips und vieles mehr.

19. Welches Salz statt Kochsalz?

Statt Kochsalz verwendest du am besten ein Kräutersalz, Steinsalz oder Kristallsalz. Dabei handelt es sich um naturbelassene Salze ohne Zusätze. Setze dein Salz sparsam ein, was mit der Verwendung von Kräutersalz gut gelingt, da ein grosser Anteil hier aus Kräutern besteht. Mehr als insgesamt 3 – 5 Gramm Salz pro Tag ist nicht empfehlenswert. Berücksichtige dabei auch das Salz in Fertigprodukten, denn diese sind sehr stark gesalzen! Ja, über Fertigprodukte nimmt man bis zu 80 Prozent der täglichen Salzmenge zu sich. 50 Gramm Salami enthält beispielsweise schon 1,5 Gramm Salz. Ein Tafelbrötchen pro 100 Gramm 2 Gramm Salz.

20. Vorsicht beim Gewürzekauf!

Achte beim Kauf von Gewürzmischungen auf mögliche Anteile von Geschmacksverstärkern (Mononatriumglutamat) und andere unerwünschte Zusatzstoffe. Verwende besser Gewürzmischungen aus dem Bio-Supermarkt bzw. dem Bio-Online-Handel, verwende natürliche Gewürze, die überdies heilend wirken, z. B. Ingwer, Kurkuma, Kreuzkümmel, Zimt, Pfeffer aus der Mühle, Vanille, Kardamom, Curry etc. oder stelle dir daraus eine eigene Gewürzmischung her.

Wähle bitte auch hier Bio-Produkte, da diese nicht mit Pestizidrückständen belastet sind und schonender haltbar gemacht werden.

 

Herkömmliche Fertigprodukte enthalten häufig überflüssige und schädliche Zusatzstoffe. Kaufe Fertigprodukte daher immer vom Erzeuger/Hersteller, z. B. Brot beim Bio-Bäcker (nicht im Supermarkt), Milchprodukte und Fleischprodukte ab Hof, Milchprodukte auch im Bio-Supermarkt.

Kaufe Veggie Burger, Tofuprodukte, Fertigsuppen o. ä. ebenfalls im Bio-Supermarkt – oder wähle im konventionellen Supermarkt jene Produkte aus, die keine bedenklichen oder überflüssigen Zusätze und Inhaltsstoffe enthalten, also keine Geschmacksverstärker, keinen Zucker, keine Süssstoffe, Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Emulgatoren etc.

Kaufe auch Essig, Senf, Ketchup und ähnliche Fertigprodukte am besten nur im Bio-Supermarkt oder Bio-Online-Handel, weil die Produkte dort in möglichst naturbelassener Qualität angeboten werden, qualitativ hochwertige Rohstoffe verwendet werden und darüberhinaus keine überflüssigen Lebensmittelzusatzstoffe zum Einsatz kommen. Optimal wäre es, wenn du Fertigprodukte komplett meidest, denn dies sind ganz einfach Nahrungs-ÄHNLICHE-Produkte. Füllstoffe mit einer Menge an gesundheitlichen Konsequenzen.

Vieles lässt sich auch ganz einfach selbst herstellen, z. B. Ketchup, Brot, Joghurt uvm.

22. Iss bevorzugt fettarm

Die täglich verzehrte Fettmenge kann 10 – 30 Prozent der Gesamtkalorienmenge betragen. Wenn du also 2400 kcal pro Tag verspeist, dann kannst du zwischen 240 und 720 kcal in Form von Fett zu dir nehmen, wobei 10 Gramm reines Fett (Pflanzenöle, Butter) 75 bis 90 kcal mitbringen.

Man wählt in jedem Fall gesunde Fette und Öle in Bio-Qualität, die schonend hergestellt wurden (nativ extra) und achtet auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen gesättigten, einfach ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fetten (Omega-3 und Omega-6), wobei man bei den letzteren ebenfalls auf ein gutes Verhältnis von etwa 5 zu 1 (Omega-6 zu Omega-3) achten sollte. Erklärungen und Details zur Deckung des Omega-3-Bedarfs findest du hier: Omega-3-Bedarf vegan decken

In der Praxis sieht das so aus:

  • man verwendet zum Hocherhitzen und Backen Kokosöl zum Backen auch Butter (wenn man Milchprodukte noch zu sich nimmt) oder eine hochwertige pflanzliche Margarine – Hier kannst du erfahren, wie du Margarine selber machen kannst.
  • zum sanften Anbraten bei der Gemüsezubereitung und für Salate ein nativ extra Olivenöl
  • ausschliesslich für Rohkostgerichte nimmt man Leinöl und Hanföl
  • aufs Brot kommen eine hochwertige Bio-Margarine oder Bio-Butter in Frage, natürlich auch – wenn man mag – Kokosöl, Kokosmus, Nussmus, Erdnussmus, Olivenbutter ( Olivenöl ein wenig salzen und für ca. 1 Stunde ins Gefrierfach stellen) o. ä.
  • ab und zu kann man natürlich auch Kürbiskernöl, Sonnenblumenöl oder andere qualitativ hochwertige Öle verwenden, nur sollten diese Omega-6-reichen Öle nicht regelmässig verwendet werden.

Wenn du dich ketogen ernähren möchtest, dann gilt diese Regel natürlich nicht für dich, da die ketogene Ernährung naturgemäss einen hohen Fettanteil aufweist. Für die ketogene Ernährung gelten daher an mancher Stelle andere Regeln.

23. Iss mehr Wildkräuter und Bitterstoffe

Wenn du dich ganz besonders gesund ernähren möchtest, dann baue Wildpflanzen in deinen Speiseplan ein. Beim nächsten Spaziergang oder beim nächsten Unkraut jäte im Garten einfach Löwenzahn, Wegerich, Melden, Giersch etc. einsammeln, dann klein schneiden und in den Salat oder Smoothie geben.

Wildpflanzen sind dem Kulturgemüse in Sachen Vitalstoffe und auch Proteingehalt haushoch überlegen. Sie liefern überdies eine Menge Antioxidantien und andere Stoffe in hohen Mengen, die sehr gut vor Krankheiten schützen können, die körpereigene Entgiftung unterstützen und oxidativen Stress reduzieren.

Wildpflanzen sind u. a. deshalb so gesund, weil sie noch natürliche Bitterstoffanteile aufweisen, die man aus dem Kulturgemüse längst herausgezüchtet hat. Denn Endiviensalat, Chicoree und Grünkohl schmecken schon lange nicht mehr bitter. Vor wenigen Jahrzehnten taten sie das jedoch noch sehr wohl. Gerade Bitterstoffe schützen das Verdauungssystem und verbessern die Leber- und Gallenfunktionen – und beugen schon auf diese Weise einer Menge Krankheiten vor.

Bitterstoffe fördern überdies die körpereigene Basenbildung, reduzieren die Lust auf Süsses und helfen bei der Regeneration der Leber, Galle und des gesamten Verdauungssystems. Iss am besten täglich Bitterstoffe, entweder in Form von Wildkräutern, Kräutern, Gewürzen, Tees oder auch in Form von speziellen Nahrungsergänzungen mit Bitterstoffen.

24. Kombinationsregeln der gesunden Ernährung

Falls du Verdauungsprobleme nach den Mahlzeiten hast oder auch wenn du an chronischen Krankheiten leidest, solltest du deinen Körper entlasten, wo immer es geht. Achte in diesem Fall auf eine bestimmte Lebensmittelkombination bei der Zusammenstellung deiner Mahlzeiten und beobachte , ob es dir damit besser geht.

  • Iss Früchte immer für sich allein, mische diese nicht mit anderen Lebensmittelgruppen (vor allem nicht mit Getreide, Nüssen, Hülsenfrüchten und stärkereichen Gemüsearten). Typische Beispiele für diese Kombinationen sind aus der "normalen" Ernährung: Kuchen mit Früchten, Brot mit Marmelade, Müsli mit Früchten, Reissalat mit Rosinen, Möhren mit Äpfel usw. Es gibt nur eine Lebensmittelgruppe, die sich problemlos mit Früchten mischen lässt (wenn die Mischung gut gekaut wird!) – und das sind die grünen Blattgemüse (wie z. B. im Original des grünen Smoothies).
  • Iss immer erst Rohkostspeisen, dann erst Kochkostgerichte.
  • Probiere es aus, ob es dir besser geht, wenn du stärkereiche Gerichte (Kartoffeln, Brot, Pasta, Reis) nicht gemeinsam mit proteinreichen Lebensmitteln (Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Käse, Eier) isst.
  • Iss immer erst das leicht verdauliche, dann das schwerer verdauliche. Anhaltspunkte kann dir dieser Text geben: Gesunde Verdauung

25. Regional und saisonal essen

Kaufe möglichst immer regional und saisonal ein. Idealerweise suchst du dir  einen Hofladen in deiner Nähe, wo ab Hof die Erzeugnisse dieses Landwirtes verkauft werden. Auch Abokisten sind eine gute Möglichkeit, regionale Erzeuger zu unterstützen und saisonale Lebensmittel zu erhalten. Auf diese Weise erhältst du  frischestmögliche Lebensmittel, die oft erst am Morgen geerntet wurden und mittags schon auf deinem Teller liegen. Die Nährstoff- und Vitalstoffverluste sind auf diese Weise minimal. Darüberhinaus ist dies die umweltfreundlichste Art des Einkaufens und Essens. Denn regionale und saisonale Lebensmittel benötigen keine langen Transportwege, keine energieaufwändigen Gewächshäuser und auch kaum Lagerhäuser.

Gesunde Ernährung, aber vegan!

Da wir – wie du oben gesehen hast – für eine vegane Ernährung plädieren, findest du im folgenden Link weitere Informationen, die dir zeigen, dass eine vegane Ernährung keinesfalls - wie häufig behauptet wird - mit Nährstoffmängeln einhergeht, sondern eine sehr gesunden Ernährung ist, ja eine der gesündesten Ernährungsformen überhaupt! Die Regeln der gesunden veganen Ernährung kannst du mit unseren gesunden Rezepten einhalten.

Eine gesunde Ernährung ist für die Gesundheit verantwortlich!



Quelle:( https://www.zentrum-der-gesundheit.de/gesunde-ernaehrung-die-regeln.html)

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Bitte beachten Sie, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen